Am 27. Januar jährte sich der Gedenktag, an dem der Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung von Auschwitz gedacht wird, zum 80. Mal. An der Gesamtschule Lohmar fanden anlässlich dieses Gedenktages in vielen Klassen größere und kleinere Aktionen zum Gedenken der Opfer des Holocaust statt:
Die Stufe EF befasste sich im Deutschunterricht mit dem Tagebuch der Anne Frank. Sie las Auszüge aus ihrem Tagebuch sowie Ausgaben der „Anne Frank-Zeitung“ und erfuhr viel über Anne Franks Leben und ihr literarisches Vermächtnis.
Um dieses Wissen zu vertiefen, reiste zudem eine Gruppe von 40 Schüler*innen der EF für einen Tag nach Amsterdam, um das Anne Frank-Haus zu besuchen. In einem lehrreichen Programm, in der in Kleingruppen neben Anne Franks Lebensgeschichte auch der Stolperstein und die Lebensgeschichte des Lohmarers Ernst Hoffmann thematisiert wurde, lernten die Schüler*innen viel über Anne Franks Schicksal und die Verfolgung und Ermordung von jüdischen Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus.
Im Anschluss besichtigten die Schüler*innen das Hinterhaus, in dem Anne Frank und ihre Familie sich über zwei Jahre versteckt hielten. Der geheime Zugang zum Hinterhaus durch den schwenkbaren Schrank, Bilder, die Anne in ihrem Zimmer an ihre Wand geklebt hatte sowie Annes Originaltagebuch waren Ausstellungsstücke, die unsere Schüler*innen besonders beeindruckten.
Unsere Schüler*innen waren berührt und bewegt nach dem Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes und zeigten sich fassungslos über das Geschehen und tauschten sich im Nachhinein noch lange über ihre Gefühle, Gedanken und Eindrücke aus.
„We cannot change what happened anymore. The only thing we can do is to learn from the past and to realise what discrimination and persecution of innocent people means.” Dieses Zitat von Annes Vater, Otto Frank, aus dem Jahr 1970 findet sich als bleibende Mahnung am Anne Frank-Haus.


