Leben und Lernen an unserer Ganztagsschule
Die Gesamtschule Lohmar ist eine Ganztagsschule. An drei langen Tagen haben die Schüler*innen bis 15:40 Uhr Unterricht (Mo., Mi., Do.), während zwei Wochentage nach der sechsten Stunde um 13:05 Uhr enden (Di., Fr.). An der Gesamtschule Lohmar gibt es an langen Tagen einen festen Tagesrhythmus:
Zeit zum Sprechen und Ankommen
Am Morgen können Schüler*innen ab 7:00 Uhr die „Teestube“ im Haus der Sozialarbeiter*innen besuchen, um erst einmal anzukommen, ein Tässchen Tee zu trinken, Gespräche zu führen oder auch zu spielen. Ab 7:30 Uhr sind die Klassentüren geöffnet. Ein offener Schulbeginn ermöglicht es den Schüler*innen, den eigenen Interessen nachzugehen, zu lesen, sich vorzubereiten oder auch Klassendienste zu erledigen. Der Unterricht beginnt um 7:50 Uhr. Am Beginn einer Schulwoche steht die gemeinschaftliche Klassenratssitzung, die von Schüler*innen moderiert wird.
Zeit zum Lernen und Arbeiten
Die Schüler*innen aller Jahrgangsstufen haben unter anderem in den Lernbüro- und Lernzeitstunden ausreichend Zeit zum selbstständigen Arbeiten, angeleiteten Lernen sowie zur Übung und Vertiefung der Inhalte. Fachlehrer*innen nehmen sich Zeit zur persönlichen Beratung und Unterstützung. Ein Großteil der Unterrichtsstunden ist in Form von 90-minütigen Doppelstunden organisiert, so dass die Schultage entschleunigt werden und innerhalb der Unterrichtsstunden Zeit für vertieftes Lernen und Arbeiten entsteht. Auf schriftliche Hausaufgaben wird verzichtet.
Zeit für Ruhe und Aktion
An Langtagen gibt es eine 60-minütige Mittagspause. Nach einem gemeinsamen Essen in der Mensa stehen Möglichkeiten zur aktiven Pausengestaltung zur Verfügung. z.B. können an Standort I Sportplatz, Spielekeller sowie Ruheraum und weitere Pausenangebote genutzt werden.
Offline am Dreieck – SmartphonePause auch am Standort II
Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 startet am Standort II der Gesamtschule Lohmar das Pilotprojekt „Offline am Dreieck – SmartphonePause auch am Standort II“.
Smartphones und andere private digitale Geräte gehören selbstverständlich zum Alltag unserer Schüler*innen. Gleichzeitig erleben wir zunehmend, dass ihre Nutzung während des Schultages die Konzentration, das soziale Miteinander und die Erholung in den Pausen beeinträchtigt. Mit der SmartphonePause möchten wir deshalb einen verlässlichen Rahmen schaffen, in dem Lernen, Begegnung und Bewegung wieder stärker im Mittelpunkt stehen.
Der Einführung der SmartphonePause ging ein rund einjähriger Entwicklungs- und Abstimmungsprozess voraus. Lehrkräfte, Schüler*innenvertretung und Elternpflegschaft haben sich intensiv mit der Handynutzung an unserer Schule auseinandergesetzt und ihre Perspektiven in die Entwicklung des Konzepts eingebracht. Auf dieser Grundlage wurde das Pilotprojekt von der Schulkonferenz beschlossen.
Dabei geht es nicht um ein grundsätzliches Verbot digitaler Medien. Digitale Geräte werden auch weiterhin gezielt und pädagogisch sinnvoll im Unterricht eingesetzt. Die SmartphonePause bezieht sich ausschließlich auf die private Nutzung während des Schultages.
Für wen gilt die SmartphonePause?
Die Regelung gilt während der gesamten Schulzeit auf dem gesamten Schulgelände des Standorts II – sowohl im Unterricht als auch in den Pausen.
• Schüler*innen der Jahrgänge 9 und 10 nutzen eine abschließbare Handytasche.
• Schüler*innen der Oberstufe schalten ihr Smartphone aus und bewahren es im Rucksack oder Schließfach auf.
• Die schulische Arbeit mit den iPads wird unverändert fortgeführt.
Die Regelung umfasst neben Smartphones auch Smartwatches, Kopfhörer und vergleichbare private digitale Geräte, beispielsweise KI-Brillen.
So funktioniert die Handytasche
Jede*r Schüler*in der Jahrgänge 9 und 10 erhält eine persönliche Handytasche als Leihgabe der Schule.
Zu Beginn des Schultages wird das Smartphone vollständig ausgeschaltet, in die Handytasche gelegt und diese verschlossen. Die Tasche verbleibt anschließend im Rucksack der Schüler*innen. Am Ende des individuellen Schultages kann sie an einer der vorgesehenen Öffnungsstationen wieder geöffnet werden.
Eine Öffnung während des Schultages ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis einer Lehrkraft möglich – beispielsweise für einen unterrichtlichen Einsatz oder aus medizinischen Gründen.
Die Schüler*innen behalten ihr Smartphone somit während des gesamten Schultages bei sich. Es wird nicht zentral eingesammelt.
Was passiert, wenn die Handytasche vergessen wurde?
Wurde die Handytasche vergessen, wird das ausgeschaltete Smartphone bis zum Ende des Schultages im Sekretariat verwahrt. Die Klassenleitung informiert die Eltern. Wiederholtes Vergessen wird wie ein Regelverstoß behandelt.
Was gilt bei Verlust oder Beschädigung?
Die Handytaschen bleiben Eigentum der Schule und müssen sorgfältig behandelt werden. Bei Verlust, mutwilliger Beschädigung oder Manipulation müssen die Kosten für die Ersatzbeschaffung von den Erziehungsberechtigten getragen werden. Normale Abnutzung oder ein Materialfehler führen selbstverständlich zu einem kostenfreien Austausch.
Wie sind Schüler*innen im Notfall erreichbar?
In dringenden Fällen können Eltern ihre Kinder weiterhin über das Sekretariat erreichen. Auch Schüler*innen können sich bei Bedarf an das Sekretariat wenden und von dort aus Kontakt mit ihren Eltern aufnehmen.
Medizinisch notwendige Ausnahmen werden individuell mit der Schule vereinbart.
Warum führen wir die SmartphonePause ein?
Mit dem Pilotprojekt möchten wir insbesondere:
• Konzentration, Lernruhe und Unterrichtsqualität stärken,
• persönliche Gespräche und Bewegung in den Pausen fördern,
• Konflikte, Cybermobbing und unerlaubte Aufnahmen verhindern,
• klare und verlässliche Regeln für alle schaffen,
• einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien unterstützen.
Das Projekt wird zunächst im ersten Halbjahr des Schuljahres 2026/27 durchgeführt und anschließend gemeinsam mit Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften ausgewertet. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Entscheidung über die weitere Ausgestaltung der SmartphonePause an unserer Schule.
Bilder aus der Teestube



