Pädagogik-Leistungskurse besuchen das Amtsgericht in Siegburg

Warum werden Menschen gewalttätig und wie können Resozialisierungskonzepte aussehen? Mit dieser und weiteren interessanten Fragen im Rahmen des Themas „Gewaltentstehung und Gewaltprävention“ befassen sich zurzeit die Pädagogik-Leistungskurse der Q1 und führten in diesem Kontext eine Exkursion zum Amtsgericht durch.

Statt wie gewohnt den Schulweg zu nehmen, machten sich beide Pädagogik-Leistungskurse auf den Weg nach Siegburg zum Amtsgericht. Die Schüler*innen passierten dort die Sicherheitskontrolle und nahmen dann im Sitzungsaal Platz. Der Jugendrichter nahm sich vor den Sitzungen Zeit für die Leistungskurse, erklärte ihnen das Jugendstrafrecht und beantwortete ihre Fragen. Im Anschluss konnten die Leistungskurse drei Verhandlungen beiwohnen. Zwei Verhandlungen davon waren öffentliche Sitzungen, zur letzten Sitzung 

wurden die Gäste der Gesamtschule Lohmar zu Ausbildungszwecken exklusiv zugelassen. Eine Sitzung fiel allerdings aus, da der Angeklagte nicht erschien. Diese Zeit nutzte der Jugendrichter für eine Führung der Gäste durch das Amtsgericht.

Bei allen verhandelten Fällen konnte man den Leistungskurs-Schüler*innen ansehen, wie sie mitdachten und auch leise miteinander diskutierten. Wieso wurde die Straftat begangen? Welche Information brauche ich, um zu urteilen? Welches Strafmaß ist sinnvoll und wieso? Wie sahen die persönlichen Umstände aus? Was hat die Handlung angestoßen?

Am Ende der Exkursion konnte man erkennen, dass die Schüler*innen beeindruckt, aber auch mitgenommen von den vielen Eindrücken waren. Im Unterricht wurden die Fälle nachbesprochen und im Kontext bisher bearbeiteter fachspezifischer Themen aus der pädagogischen Perspektive betrachtet. Die Schüler*innen waren sich einig, dass diese Exkursion eine wichtige Ergänzung zur theoretischen Erarbeitung im Unterricht darstellte.