Selbstgesteuertes Lernen

Selbstständigkeit als Ziel

Unterricht, der überwiegend auf den Lehrer zentriert ist, lässt unberücksichtigt, dass Lernen ein individueller Prozess ist und jeder Einzelne anders lernt. So benötigen Lernende beispielsweise unterschiedliche Lernzugänge, dargebotene oder auch selbsterstellte Visualisierungshilfen, haptisches Material oder auch einfach mehr oder weniger Zeit, um die Lerninhalte zu durchdringen. Auch nimmt der Lernende, der Unterrichtsinhalte überwiegend präsentiert bekommt, eine passive Rolle ein. Eine nachhaltige Aneignung von Wissen findet jedoch immer dann statt, wenn die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden.

Nachhaltiger Wissenserwerb

Selbsterarbeitete Lerninhalte bleiben im persönlichen Wissensspeicher länger verfügbar und lassen sich sehr viel besser auf neue Situationen übertragen. Im Hinblick auf ein lebenslanges Lernen ist die Fähigkeit sich Wissen selbstständig anzueignen eine Schlüsselkompetenz: Die Schülerinnen und Schüler profitieren davon nicht nur während ihrer Schulzeit, sondern auch in der weiteren Ausbildung sowie im späteren Berufsleben. In einer Zeit, in der das Wissen täglich wächst und Lerninhalte zu explodieren scheinen, ist der Einzelne auf Kompetenzen und Strategien angewiesen, die ein eigenständiges Lernen neuer Themen und Inhalte ermöglichen.

Phasen selbsttätiger Arbeit als integraler Bestandteil der Lernzeit

An der Sekundarschule legen wir Wert darauf, dass Phasen selbstgesteuerter Arbeit im Unterricht einen festen Platz haben. Diese werden zum Beispiel in offenen Lernformen wie dem Lernen an Stationen oder Lerntheken, der Beschäftigung mit Themen- und Wochenplänen sowie der Arbeit mit Kompetenzrastern in der sechsstündigen Lernbürozeit praktiziert. Die Schülerinnen und Schüler lernen selbstorganisiert, indem sie Arbeitsprozesse planen, die für sie passenden Lernmaterialien auswählen, Hilfsmittel organisieren, Lernpartnerschaften eingehen, Produkte in ihren individuellen Lerntempi erstellen und überarbeiten sowie am Ende des Arbeitsprozesses über das Erreichen ihrer Ziele nachdenken. Die Lehrperson steht nicht mehr im Zentrum des Unterrichts als alleiniger Akteur. Durch die Organisation schülerorientierter Lernarrangements und eine intensive Betreuung, die Diagnostik von Lernprozessen und die Beratung der Schülerinnen und Schüler miteinschließt, schafft sie den Rahmen, in dem selbstgesteuertes Lernen erst möglich wird.

Selbstgesteuerte Lernprozesse sind individuell verschieden

Wie selbstbestimmt und eigenverantwortlich ein Lernender bereits arbeitet, ist individuell unterschiedlich. Selbstgesteuertes Lernen bedarf der Anleitung und muss intensiv trainiert und behutsam entwickelt werden. Schließlich benötigen Lernende für die Visualisierung eines Textes, eine Recherche, die Kooperation im Team, eine Textüberarbeitung, eine Präsentation, die Selbstmotivation, die eigene Lernzielsetzung und Arbeitsreflexion zahlreiche und auch oftmals individuell verschiedene methodische, inhaltliche, soziale und personale Teilkompetenzen, die im Einzelnen eingeübt werden müssen.


Gesamtschule Lohmar

Standort I (Jg. 5-8)
Hermann-Löns-Str. 35
53797 Lohmar
Tel. 02246 926599-1
Fax 02246 926599-2

Sekretariat@Spamschutz.Gesamtschule-Lohmar.de

Standort II (ab Jg. 9)
Donrather Dreieck 8
53797 Lohmar
Tel. 02246 926599-5
Fax 02246 926599-9

Sekretariat2@Spamschutz.Gesamtschule-Lohmar.de

Stadt Lohmar